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Die Italiener in der Überholspur



Sie rauchen stark, konsumieren täglich Alkohol, oft schon als Kinder. Ihr Gesundheitssystem ist schlecht, die Ärzte sind mehr geldgierig als kompetent und in den Krankenhausfluren liegt Sägemehl. Die Italiener gelten als Europas schlechteste Autofahrer und haben 50 Prozent mehr Unfälle als die Deutschen. In Italien herrscht Wirtschaftskrise: 10 Millionen zahlen keine Einkommensteuer und fast 5 Millionen gelten als absolut arm. Ganze Provinzen werden von mafiösen Banden beherrscht, die um sich ballern.

Aber die Italiener sind mit durchschnittlich 81 Jahren die langlebigsten Menschen Europas.

Warum nur? Angeblich soll es die gesunde Ernährung, die berühmte mediterrane Diät sein, die das Leben verlängert. Aber wer einen italienischen Supermarkt besucht, wundert sich. Da gibt es fast keine Bio-Ware; die meisten Produkte haben keine Inhaltsangabe und die Preise sind hoch. Gibt es Vegetarier in Italien? Ja, vor allem solche, die sich Fleisch und Fisch nur einmal in der Woche leisten können, oder garnicht. Eine Fülle von Fertiggerichten lässt vermuten, dass es mit der Kochfreude der mamma auch nicht mehr weit her ist. Die Kinder werden dick und faul. Fernsehen, Computer und patatine, Kartoffelchips, ruinieren eine Generation, heisst es.

Also muss es das dolce far niente sein, das so langlebig macht. Aber wer beobachtet, mit welcher Energie und Ausdauer die Italiener im Verkehr um jeden Meter, jeden Sekundenbruchteil kämpfen, jeden Tag und jede Stunde, der kann dieses Volk nur um seine Vitalität, seine Einsatzbereitschaft und seine eisernen Nerven beneiden. 81 Jahre lang in der Überholspur zu leben, das macht die Italiener so einzigartig in Europa!

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—— Benedikt Brenner